Wir sind Deutscher Meister 2025 & 2026
Können die Lions ihren Meistertitel verteidigen?
- 27.06.2026, 15:29
- Von: Ute Müller
Am 13. Juni 2026 durften wir die deutsche Saison im E-Rolli-Fußball mit einem absolut fulminanten Finale in Reichertshausen bei München beschließen. Für alle Beteiligten stand ein langes Wochenende an: Während der Weg von Dresden nach München schon beachtlich ist, hatte das Team aus Barmstedt bei Hamburg sogar eine Anreise von rund 800 Kilometern vor sich – ein riesiger Aufwand, der den großen Ehrgeiz aller Mannschaften in dieser Liga zeigt.
Eigentlich sind die Power Lions von Motor Mickten dafür bekannt, bei der Ausrichtung von Spieltagen Maßstäbe zu setzen. Diesmal legten die Gastgeber, die Munich Sharks, jedoch noch eine Schippe drauf: Sie präsentierten blinkende Torpfosten, die bei jedem Treffer manuell ausgelöst wurden. Eine tolle optische Neuerung, die für echte Stadionatmosphäre sorgte.
Gleich das erste Spiel entwickelte sich für uns Dresdner zu einem wahren Nervenkrimi. Unsere Power Lions traten gegen die Bavarian Wolves an. Die Wolves erwischten den deutlich besseren Start, dominierten die erste Halbzeit und gingen mit einer 2:0-Führung in die Pause. Für die Lions, die eine extrem stabile Saison gespielt hatten, war das eine völlig neue Situation. Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt: Die Power Lions erhöhten den Druck massiv und brachten die bayerischen Wölfe stark in Bedrängnis. Trotz einer großartigen kämpferischen Leistung fehlte am Ende das Quäntchen Glück im Abschluss. Dank der starken Verteidigung der Lions fielen zwar keine weiteren Tore mehr, doch das 0:2 aus der ersten Hälfte bedeutete gleichzeitig den Endstand. Damit war der sicher geglaubte Meistertitel plötzlich wieder völlig offen und die Spannung für die Zuschauer kaum noch zu überbieten.
Im nächsten Spiel versuchten wir von den Power Cats, gegen die Barmstedt Knights gegenzuhalten. Die Knights zeigten jedoch von Beginn an ihre Klasse und gingen früh in Führung. Zur Halbzeit stand es bereits 7:0 für das Team aus dem Norden. Trotz einer taktischen Umstellung in der Pause und einer deutlich stabileren Defensivleistung in den zweiten 20 Minuten mussten wir uns am Ende mit 0:10 geschlagen geben.
Die Stimmung in der Halle blieb dennoch hervorragend, besonders beim Lokalderby zwischen den Munich Sharks und den Bavarian Wolves. Beide Teams schenkten sich nichts, sodass es zur Pause folgerichtig 0:0 stand. Obwohl die Bavarian Wolves die Partie am Ende mit 2:0 für sich entschieden, gewannen die Sharks als Gastgeber die Herzen der Zuschauer. Eine extra angereiste Trommelcrew sorgte für lautstarke Unterstützung und fungierte als sprichwörtlicher „fünfter Mann“ auf dem Feld.
Danach stand das letzte Saisonspiel für uns Power Cats an, und zwar gegen Torpedo Ladenburg. Beide Mannschaften wollten sich zum Abschluss noch einmal von ihrer besten Seite zeigen. Ladenburg ging in der ersten Hälfte mit 1:0 in Führung. Auch nach dem Seitenwechsel spielten sie ihre Routine aus und erhöhten auf den 2:0-Endstand. Für eine kurze Auflockerung sorgte ein kurioser Moment kurz vor Schluss, als ein Einwurf direkt in der gegnerischen Auswechselbox landete und den Zuschauern ein Schmunzeln entlockte.
Dann kletterten die Emotionen auf den Höhepunkt: Das große Finale um die Deutsche Meisterschaft zwischen den Power Lions und dem Tabellenzweiten, den Barmstedt Knights, stand an. Da eine andere Mannschaft kurzfristig nicht anreisen konnte, wurden alle Spiele um eine Stunde vorverlegt. Die Wartezeit auf den Showdown verkürzte sich dadurch zwar, die Nervosität minderte das jedoch keineswegs.
Das Spiel begann mit einem Schreckmoment für Dresden, als die Knights mit 1:0 in Führung gingen. Die Anspannung in der Halle war förmlich greifbar. Obwohl ich als Mitglied der Cats nur zuschaute, raste mein Herz vor Aufregung. Umso größer war die Erleichterung, als fast postwendend der Ausgleich fiel. Bis zur Halbzeit drehten die Lions die Partie komplett und gingen mit 2:1 in Führung.
In der zweiten Hälfte mobilisierten die Knights noch einmal alle Kräfte, kämpften um jeden Zentimeter und machten es den aufopferungsvoll spielenden Lions extrem schwer. Auf den Rängen wurde gezittert und gehofft – sogar die Trommelcrew der Sharks unterstützte nun unser Team. Als die Lions auf 3:1 erhöhten, schien der Sieg greifbar, doch die Schlussphase wurde noch einmal dramatisch: Barmstedt erzielte den Anschlusstreffer zum 3:2. Nach bangen Minuten des Mitfieberns ertönte endlich der erlösende Schlusspfiff.
Mit diesem 3:2-Sieg verteidigen die Power Lions aus Dresden erfolgreich ihren Meistertitel! Die Freude und der Jubel in der Halle waren grenzenlos. Die alten und neuen Deutschen Meister durften glücklich den Pokal entgegennehmen.
Der krönende Abschluss dieser emotionalen Saison wartete jedoch zu Hause auf uns: die fanumjubelte Einfahrt an unserer Heimhalle und die spätere Begrüßung durch über 1.000 Fußballfans. Das war eine Saison, die uns wirklich bis zur allerletzten Minute alles abverlangt und uns tief bewegt hat!
Nadin Hepper
Empfang in der BallsportArena Dresden









