Mit sportlicher Motivation für Integration

|   Geschäftsstelle |   Bericht | Veranstaltungen des Vereins

Unser Projekt „Integration durch Sport

Jeden Donnerstag darf ich, als Teil meines FSJs, bei dem Projekt: „Integration durch Sport“ mitwirken. Dieses ermöglicht Flüchtlingskindern aus Erstaufnahmeeinrichtungen eine Stunde Sport in der Turnhalle des Dresdner Sportclubs auf der Magdeburger Straße. Das Projekt läuft seit 2015 und wird ermöglicht dank Motor Mickten, ehrenamtlichen Helfern und der Förderung des Freistaates Sachsens.

Abholen der kleinen Sportlerinnen und Sportler

Das Projekt startet für mich gegen 9:45 Uhr an der Halle des DSC. Dort treffe ich mich mit Ehrenamtler Wolf. Jede Woche holt er mit einem angemieteten Kleinbus die Kinder von ihrer Erstaufnahmeeinrichtung auf der Hamburger Straße oder der Bremer Straße ab. Durch die momentane Situation muss zwischen den Kindern immer ein Platz im Bus freigelassen werden, weswegen wir die Kinder in 2 Fahrten zu der Halle bringen müssen. Die Umstände geben aber auch uns die Zeit, alle Vorbereitungen für unser Sportprogramm zu treffen. Wir haben jeweils eine Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe. Bei den Gruppen handelt es sich um 7 bis 15 Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren aus allerhand Ländern wie Iran, Libanon und Russland und 2 Lehrern, die ein wenig für uns dolmetschen und auch selbst gerne mitmachen.

Alle machen begeistert mit

Unsere Sportstunde startet mit einer kleinen Erwärmung und ein paar Kennlernspielen. Schon jetzt kann man die Freude der Kinder sehen, die endlich ihren Bewegungsdrang nachgeben können. Wir einigen uns zusammen auf ein bis zwei Sportarten. Meistens fällt die Wahl auf Volleyball, Badminton oder Fußball.  Wenn wir uns für Hallenfußball entscheiden, kicken Wolf und ich meistens auch mit oder übernehmen das hohe Amt des Schiedsrichters. Allerdings hat dieser meistens bei den fairen Teams nicht allzu viel zu tun. Für die Kinder der zweiten Gruppe bauen wir noch einen kleinen Turn-Kurs mit Barren, Schwebebalken oder Kasten auf. Hier hüpfen und balancieren die Kinder mit Freude drüber. Nach der schweißtreibenden ersten Hälfte unserer Stunde geht es für die Sportler in eine Trinkpause. Wolf und Horst (ein weiterer ehrenamtlicher Helfer) haben für die Kinder immer etwas zu trinken vorbereitet - Corona-konform versteht sich. Frisch gestärkt kann die Gruppe dann in die zweite Hälfte starten. Meistens wird dann die Sportart gewechselt. Recht schnell kommt uns dann das Ende der Stunde entgegen.

Rückfahrt

Nach einem Gruppenfoto geht es für die Kinder und Jugendlichen wieder mit dem Bus zurück in die Erstaufnahmeeinrichtung, natürlich wieder in 2 Fahrten. Die meisten Kinder bleiben nicht lange in der Einrichtung. Zusammen mit ihren Familien werden sie schnell in einer anderen Unterkunft untergebracht, sodass das Teilnehmerfeld unseres Projekts nahezu wöchentlich wechselt.

Ich habe sehr viel Spaß an diesem Projekt und freue mich, jeden Donnerstag teilnehmen zu können. Freiwillige Helfer sind immer gern gesehen. Bei Interesse melden sie sich gern bei unserer Geschäftsstelle! 

Text und Bilder: Ludwig Kotte, FSJler bei Motor Mickten

„Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes“